Grüne fordern Verbesserungen beim Fahrradweg Georg-Odemer-Straße

Neusäß, 27.10.2009

 

Sehr geehrte Herr Bürgermeister,

sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen des Stadtrats,

 

der Fahrradweg von der Ecke Georg-Odemer-Str./Lohwaldstr. in Richtung Ottmarshausen weist an mehreren Punkten Mängel bzw. Gefahrenstellen auf, die behoben werden sollten. Im Einzelnen:

Wer als Radler/-in an der Ecke Lohwaldstraße/Georg-Odemer-Staße (Kreissparkasse) auf der Gg.-Odemer.Str. nach Westen in Richtung Ottmarshausen fahren will, kann aufgrund fehlender Beschilderung nicht erkennen, ob

a) der zwischen zwei Gründstreifen verlaufende breitere Weg (zusammen mit den Fußgängern)

oder

b) der zwischen einem Grünstreifen und der Fahrbahn verlaufende schmalere Weg

oder

c) die gerade in diesem Bereich besonders stark befahrene Straße zu benutzen ist.

In den Fällen a) und b) endet der Weg auf der zur Gg.-Odemer-Str. parallel verlaufenden, von Kfz-Stellplätzen flankierten Tiefgaragenzufahrt ohne Wegweisung wie es für Radfahrer in Richtung Westen weitergehen soll.

Nachdem im Bereich des Seniorenzentrums Rad- und Fußweg getrennt verlaufen, ist gemäß Beschilderung ab der Einmündung Franzensbader Straße wiederum der Gehsteig zu benutzen. Dieser Weg ist insgesamt viel zu schmal (z.B. im Bereich des Anwesens Nr. 12 nur etwas über einen Meter) und  entspricht bei weitem nicht der Anforderung gemäß VwV-StVO von mindestens 2,50 m an von Fußgängern und Radfahrern gemeinsam zu benutzende Wege.

Darüber hinaus weist der unter 2. genannte Streckenabschnitt ein beträchtliches Gefälle auf, was dazu führt, dass Radler mit entsprechend hoher Geschwindigkeit auf die Kreuzung Am Eichenwald/Gg.-Odemer-Str. zufahren und aus dem Eichenwald kommende Fahrzeuge infolge eingeschränkter Sichtverhältnisse erst relativ spät bemerken bzw. von diesem bemerkt werden.

Die genannten Problemstellen führen zu der paradoxen Situation, dass für Radfahrer die Benutzung der i. a. lebhaft befahrenen Gg.-Odemer-Straße sicherer und bequemer  ist als die Nutzung des parallel verlaufenden Radwegs. Dies wird belegt durch die Tatsache, dass viele Radler diesen Radweg überhaupt nicht benutzen.

Daher stellen wir folgenden Antrag:

Die Verwaltung untersucht Möglichkeiten, die Problembereiche des Radwegs längs der Georg-Odemer-Straße in Richtung Westen sicherer und radfahrerfreundlicher zu gestalten. Hierzu gehören eine klare Wegeführung mit eindeutiger Beschilderung sowie ggf. bauliche Maßnahmen zur Trennung von Fuß- und Radwegen. Die Lösungsmöglichkeiten mit Kostenschätzungen werden im Planungs- und Umweltausschuss vorgestellt.

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URL:http://www.gruene-neusaess.de/archiv/2009/expand/291778/nc/1/dn/1/